Aufstieg der Schmiede

Die Familie brachte neben den Werkzeugen und einer Esse ihre wenigen Vorräte an Metallen mit in die neuen Gebiete.

Zunächst war ihre Schmiede nicht mehr als ein eilig errichteter Holzverschlag.

Eines Tages entdeckten sie etwas abseits der neuen Siedlung einen verlassenen Hof – mehr eine Ruine, denn ein Hof. Doch es war ein Hof mit einer verfallenen Schmiede.

Zunächst richteten sie lediglich das Wohnhaus her. Die benötigte Hilfe erhielten sie im Tausch gegen Schmiedearbeiten.

Ihre Ware war beliebt, denn sie bezogen ihr Metall von einem alten Freund in Warkwall und nicht von den sehr wenigen Minen Farmingens, deren Erz von minderwertiger Qualität war.

Bald konnten sie auch die Schmiede wiederherstellen und damit endlich ihre ganze Kunst mit einer richtigen Esse zeigen.

Bisher begrenzte sich ihre Arbeit auf Alltagsgegenstände wie Werkzeuge, Beschläge oder Tore.

Nun konnten sie auch den Grenzwachen ihre Dienste anbieten.

Ihre Kunstfertigkeit und das gute Metall erzeugten hervorragende Rüstungen und Waffen.

Innerhalb weniger Jahre war der Schmiedehof bei Tarlei bekannt in ganz Farmingen.

Die Öffnung Farmingens

Seit der Öffnung Farmingens im Jahre 98 zog dieses Land viele Siedler an.

Die Meisten von ihnen waren Bauern, die ihr Glück auf den fruchtbaren Böden des Sumpflandes finden wollten.

Viele von ihnen fanden es auch. Sie ernteten Wohlstand und konnten bald andere für sich arbeiten lassen.

Die Familie Limsen ist ein Synonym für Qualität geworden.

Allerdings ist dies keine Geschichte über den Reichtum der Bauern dieses Landes.

Diese Geschichte erzählt Wohl und Wehe der Familie von Schmiedehof zu Tarlei.

Der Name deutet es bereits an: Sie ist eine Familie wie viele andere, die sich erst einen Namen machen mussten, um von Bedeutung zu sein

Der Ursprung diese Familie ist nicht vollends bekannt.

Lediglich in groben Zügen vermögen sie zu berichten, dass sie viele Generationen ihr Handwerk in der Statt Hafningen im Lande Munderig ausübten und verfeinerten.

Die Familie führte jedoch nur eine von vielen Schmieden der Stadt und musste sich damit stets der Konkurrenz erwehren.

Um diesem Druck zu entgehen, schlossen sie sich den ersten Siedlern an, ihr Glück im neu erschlossenen Land zu finden.

Nicht viele andere Schmiede taten es ihnen gleich, da sie nicht recht an den Erfolg glauben wollten. Eher glaubten sie, dass die Dunklen Völker bald zurück kehren und alles zerstören würden.

So begab es sich, dass wenige Schmiede die Siedler und Grenzwächter begleiteten.

Viele von ihnen schlossen sich Wachgarnisonen an, um den Schutz und ein stetes Einkommen zu genießen.

Andere wurden Teil von neuen Siedlungen oder schlossen sich größeren Gemeinschaftshöfen an.

Diese Geschichte jedoch beschreibt das Leben jener, die sich in der ersten Handelssiedlung nieder ließen und nicht der Masse nach zogen, die ihr Glück noch weiter im Inneren Farmingens suchen wollten.